Frauenbund-Regensburg

Kompetenzen von Ehrenamtlichen stärker fördern und beruflich anerkennen

Köln, 05.12.2011 – Der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) hält eine bessere Förderung und Anerkennung erworbener Qualifikationen zur Ausübung des Ehrenamtes für notwendig. Gleichzeitig fordert er eine stärkere Berücksichtigung dieser Kompetenzen bei Bewerbungen und beruflichen Aufstiegchancen.

 

Ehrenamtliche Arbeit muss nach Meinung des Frauenbundes deutlicher als bisher gesellschaftlich anerkannt und gefördert werden. „Eine  umfangreiche staatliche Förderung von Qualifizierungsangeboten für freiwillig  Tätige ist dauerhaft und unkompliziert zu gewährleisten. Erwerb und Ausbau von fachlichen und sozialen Kompetenzen tragen letztendlich zur Mitgestaltung von Verband, Gesellschaft und Kirche bei“, erklärt KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth. Die Fähigkeiten von Ehrenamtlichen seien daher hinsichtlich ihrer Bedürfnisse und dem Anforderungsprofil ihrer Aufgaben genau auszubilden und zu  unterstützen. Dazu gehören auch eine praxisbezogene Begleitung sowie strukturelle und finanzielle Unterstützungsformen.  Erworbene Qualifikationen sollen nach Meinung des  Frauenbundes in einheitlichen Nachweisen dokumentiert werden, die auch bei  Bewerbungen und beruflicher Weiterentwicklung ausdrückliche Berücksichtigung  finden. „Wer über langjährige ehrenamtliche Verantwortung mit nachweisbarer  Qualifikation für seine Aufgaben oder für Leitungsfunktionen verfügt, dessen  Kompetenzen sollen analog zu formalen Bildungsabschlüssen stehen und als  gleichwertig in der Berufs- und Karriereplanung anerkannt werden“, fordert  KDFB-Präsidentin Flachsbarth. Dies beträfe besonders Frauen, die nach  Erwerbsunterbrechungen in den Beruf zurückkehren wollen.   

Die Bereitschaft zu freiwilligem und verantwortungsvollem Engagement macht Ehrenamtliche zu Vorbildern für soziale Gerechtigkeit und Nächstenliebe. Ihre Fähigkeiten und Talente sind von  unschätzbarem Wert für ein lebendiges Gemeinwesen. „Wer sich für seine Mitmenschen, die Bewahrung der Schöpfung oder für weltweite Solidarität stark macht, verdient Dank, Respekt und Anerkennung seiner Leistungen“, so Flachsbarth. Dies muss nach Meinung des KDFB gesamtgesellschaftlich stärker gewürdigt werden, denn Ehrenamtliche bilden eine tragende Säule für Gesellschaft und Kirche.

 

Redaktion: Ute Hücker 
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