KDFB

Juli

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Maria, schweige nicht!

Vor einem Jahr zum Fest der Apostelin Maria Magdalena startete die KDFB-Aktion „Maria, schweige nicht!“ Das Motto ist eine Aufforderung, es den großen Frauen in der Glaubensgeschichte gleich zu tun und über das zu sprechen, was uns bewegt. Dabei wird den Frauen ja nachgesagt, dass wir ohnehin selten schweigen. Aber in Wirklichkeit gibt es doch Situationen, in denen ich meine Gedanken und Überzeugungen lieber nicht ausspreche - aus Taktik, aus Bequemlichkeit, aus Angst.

Maria Magdalena hat nicht geschwiegen, als sie im Garten beim Grab Jesu gefragt wurde, warum sie weint. Sie hat ihre Trauer ausgesprochen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich finde ihn nicht mehr (vgl. Joh 20, 13). Maria hat nicht geschwiegen bei ihrer Begegnung mit den Jüngern. „Ich habe den Herrn gesehen!“ - ihre Freude, ihr Jubel hat zunächst nur Kopfschütteln und Spott ausgelöst.

Am ersten Juli wäre die Gründerin des KDFB in Bayern Ellen Ammann 150 Jahre alt geworden. Auch sie hat nicht geschwiegen, wenn sie Not und Ungerechtigkeit sah. Vielen war sie unbequem und lästig mit ihrer Energie, Dinge anzupacken und zu verändern. Und was hat sie alles bewegt, bis heute!

Meistens stimmt es gar nicht, was uns die Redensart vormacht: Reden ist nicht Silber, Reden ist notwendig und wirksam. Ich will aussprechen, was mich traurig macht oder zornig. Ich will sagen, was ich ungerecht finde und was mir die Kraft nimmt. Was mich freut und wofür ich danke, will ich erzählen. Ich will heilende Worte finden, wenn Menschen entmutigt, verbittert oder ohne Hoffnung sind. Darum bitte ich um Gottes Segen: Seine Gesandte zu sein, ein wenig wie Maria Magdalena, ein wenig wie Ellen Ammann.

Birgitt Pfaller

Foto: pixabay