KDFB

Mai 2019

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Frauensolidarität bei der Hochzeit in Kana

Beim Katholikentag vor sieben Jahren in Mannheim habe ich am Stand des KDFB Unterschriften gesammelt für die Mütterrente. Damals sind viele Frauen und Paare, die wir angesprochen haben, schnell weiter gegangen, oft mit der Bemerkung: „Das betrifft mich nicht!“ Ganz deutlich wurde diese Haltung bei einer Frau, die mich kannte und zu mir sagte: „Warum setzen Sie sich für die Mütterrente ein? Sie haben doch gar keine Kinder!“

Durch diese Erfahrungen ist mir bewusst geworden, dass Solidarität nicht selbstverständlich ist. Statt zu überlegen, ob ein Anliegen gerecht und wichtig ist, fragen viele Menschen zuerst: Geht es mich etwas an? Was habe ich davon?
Solidarität geht anders. Da frage ich, was andere brauchen, in welcher Lage sie sind und wie ich sie unterstützen kann. So wie Maria bei der Hochzeit in Kana. Da war der bereitgestellte Wein zu Ende als die Feier noch in vollem Gange war. Maria bemühte sich um neuen Wein. Es ging ihr bestimmt nicht darum, selbst noch mehr Wein trinken zu können. Sie sah die Blamage für das Brautpaar und die Trauer über ein zu kurzes Fest. Ihr Leben lang hätten sich die Brautleute daran erinnert, dass ihre Hochzeitsfeier so plötzlich und so peinlich zu Ende ging.

Solidarität sieht die Not anderer. Sie bewahrt vor Blamage. Solidarität steht auf gegen Ungerechtigkeit und unterstützt, wo andere allein nicht weiter kommen. Lassen wir uns bewegen vom Beispiel Marias. Zeigen wir Frauensolidarität im Frauenbund, in der Gesellschaft, in der einen Welt, weil durch solidarisches Handeln die Welt froher und gerechter wird.

Birgitt Pfaller