KDFB

KDFB Kaffee – Modell zur Frauenförderung

Das Partnerschaftsprojekt KDFB Kaffee wurde im Februar 2003 ins Leben gerufen. Mit diesem Projekt unterstützte der Frauenbund bisher die Landfrauenorganisation COMUCAP in Honduras. Seit Juni 2015 wird der Rohkaffee von der Kooperative APROLMA geliefert. Diese neue Landfrauenorganisation ging als Abspaltung eines Teils der in COMUCAP organisierten Kaffeeproduzentinnen hervor.

Der größte Teil des aromatischen KDFB Kaffees wird von den honduranischen Frauen nach ökologischen Richtlinien produziert. In Deutschland wurden seither ca. 165 Tonnen KDFB Kaffee (Stand Juli 2019) abgesetzt. Für die Produzentinnen bedeutet diese Partnerschaft eine Wertschätzung ihrer bisherigen Arbeit und eine verlässliche Zusammenarbeit, die auf Langfristigkeit angelegt ist.

Qualität hat ihren Preis

Importe aus dem Ausland, die in Dollar bezahlt werden, sind zurzeit mit höheren Kosten verbunden. Die aktuellen Wechselkursentwicklungen (schwacher Euro) betreffen nun auch den KDFB Kaffee, für dessen Import das Fairhandelshaus GEPA einen höheren Einkaufspreis bezahlen muss. Diese Kosten müssen nun auf den Verkaufspreis umgelegt werden.

So kostet ab sofort die 250 g Packung KDFB Kaffee gemahlen und als ganze Bohne jeweils 4,79 €.

Aktuelle Infos der Kaffee-Produzentinnen aus Honduras

Die Kaffeeproduzentinnen der Landfrauenorganisation APROLMA entwickeln immer wieder neue Ideen, um wirtschaftlich selbständiger zu werden Sie kämpfen hart, um einen Kaffee von bester Qualität zu produzieren. Der weltweite Klimawandel birgt ein unkalkulierbares Risiko für die Kaffeebäuerinnen. Denn Dauerregen, steigende Temperaturen und der Rostpilz machen die Kaffeepflanzen anfällig und führen zu Ernteeinbußen. Der Bio-Anbau ist eine Möglichkeit, die Kaffeepflanzen resistenter zu  kultivieren.

Im Herbst 2018 ist der Börsenpreis für Kaffee auf den niedrigsten Stand seit 12 Jahren gesunken. Das ist existenzbedrohend für Kleinbauern und kleine Kooperativen. Nun setzt sich das Fairhandelshaus GEPA für eine neue Kaffee-Handelsstruktur ein: die Wertschöpfung im Ursprungsland. So wurde mit den Kaffeeproduzentinnen ein Röstprojekt gestartet, dass den Mitgliedern viel Zeit und Mühe gekostet hat. APROLMA ist nun die erste Frauenkooperative aus Honduras, die vollständig gerösteten und verpackten Kaffee nach Deutschland exportiert. Im knallharten Kaffeegeschäft mussten sie als Frauengruppe viele Schwierigkeiten überwinden.  Inzwischen läuft es gut für die Kaffeebäuerinnen und sie sind darüber sehr stolz. Der dadurch geschaffene Mehrwert kommt den Frauen und ihren Familien zugute. Sie schaffen dadurch weitere Arbeitsplätze, konnten sich weiterqualifizieren und sind imstande ihren Kindern eine Ausbildung zu ermöglichen. Durch "Röstkaffee aus dem Ursprungsland" bleibt im Vergleich zu konventionellem Kaffee dreimal so viel Geld im Ursprungsland.

Die politische, wirtschaftliche und soziale Lage ist in Honduras sehr schwierig. Die politische Krise hat sich ausgeweitet und verunsichert die Menschen beträchtlich. Steigende Lebenshaltungskosten, schlechte Bildungschancen und mangelhaftes Gesundheitswesen tragen dazu bei, dass die Leute auswandern. Dazu kommen noch die niedrigen Kaffeepreise, von denen die Familien nicht leben können. Es gibt viele Frauen, die vor allem nach Spanien und in die USA auswandern, weil sie für sich in ihrem Heimatland keine Zukunft sehen.

Durch den Verkauf ihres hochwertigen Kaffees über den Fairen Handel erwirtschaften die Landfrauen einen höheren Erlös. Sie sind inzwischen eigenständige Produzentinnen und haben gelernt, ihren kleinen Betrieb selbstbewusst und unabhängig zu führen. Auch der KDFB Kaffee trägt zu dieser Erfolgsgeschichte bei. Wer fairen Kaffee trinkt, kann ihn mit gutem Gewissen genießen.

Die Frauengruppe APROLMA (Foto: gepa)

Weltläden in der Diözese Regensburg

Hier finden Sie eine Übersicht mit Kontaktdaten zu Weltläden in der Diözese Regensburg. In diesen und vielen weiteren Verkaufsstellen ist der KDFB Kaffee erhältlich.

Wissenswertes über den Kaffeemarkt

Kaffee ist nach Erdöl weltweit das zweitwichtigste Handelsgut. Die Nachfrage nach Kaffee steigt seit Jahren kontinuierlich an. Allerdings schwanken die Produktionsmengen von Jahr zu Jahr, da Kaffee ein risikoreiches Agrarprodukt ist. Auf dem Weltmarkt sind lediglich die Sorten Arabica und Robusta von Bedeutung. Rund zwei Drittel aller Exporte entfallen auf Arabica und das restliche Drittel auf Robusta. Brasilien und Vietnam liefern zusammen fast die Hälfte aller Kaffeeexporte weltweit. Honduras liegt an fünfter Stelle. Trotz Exportrückgangs bleibt Honduras, neben Mexiko, ein wichtiger Lieferant für ökologischen Kaffee. Der Anteil von Kaffee mit Fairtrade - Siegel beträgt 4,5 % des gesamtdeutschen Filterkaffees (Quelle: Transfair e. V.).

In den Nordeuropäischen Ländern wie Finnland und Norwegen, aber auch in Österreich wird der meiste Kaffee getrunken. Der pro Kopf Konsum in Deutschland betrug im Jahr 2018 164 Liter. Im Vergleich dazu lag der Verbrauch von Mineral- und Heilwasser bei 143 Liter pro Person (Quelle: Deutscher Kaffeeverband).

Ihre Ansprechpartnerin

Gisela Niklas-Eiband
KDFB Bildungsreferentin
0941 597-2303
gisela.niklas-eiband(at)frauenbund-regensburg.de

Der neue KDFB-Kaffee-Flyer

Der Flyer informiert kurz und knapp über das KDFB Kaffee-Projekt.