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Der Advent wird oft die staade Zeit genannt. Aus Erfahrung wissen wir, dass Ruhe und leise Töne auch in diesen Tagen schwer zu finden sind. Trotzdem sprechen wir von der staaden Zeit – vielleicht, weil wir uns sehnen nach Ausruhen, nach langsamen Schritten und einem Leben ohne Hetze.

Und dann sprechen die biblischen Texte in den Adventsgottesdiensten so viel vom „Wach bleiben“. Schon wieder keine Ruhe, schon wieder gefordert sein, schon wieder nicht abschalten dürfen? Oder heißt dieses „wach bleiben“ aufmerksam sein für alles, was uns inneren Frieden schenkt?

Mit wachen Augen schaue ich auf die vielen Lichter, den Glanz und das Glitzern überall. Sie erzählen von unserer Hoffnung, dass die Dunkelheit vergeht, und von unserer Sehnsucht nach Freude.

Mit wachen Ohren höre ich, was in der Welt um mich herum geschieht. So viel Grund, zu rufen: „Komm, Gott, komm bald!“, so viel Trost in dem biblischen Versprechen: „Alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.“

Mit wachem Herzen will ich den Menschen begegnen. Ich will verstehen, was sie bewegt, mittragen, woran sie leiden und mich dankbar freuen über alles, was sie mir schenken.

Mit wacher Seele warte ich auf Gott. Ich möchte es nicht übersehen, wenn Gottes Liebe mich in meinem alltäglichen Leben anspricht und berührt. Es ist durchaus möglich, dass Gott damit nicht bis Weihnachten wartet.

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