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Juni

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Was ich gerade jetzt brauche

Gott begegnet uns Menschen auf verschiedene Weise. Das wird mir an diesem Pfingstfest wieder einmal bewusst. Bisher hörte ich in den Liedern über Gottes Geist vor allem die kraftvollen Bilder von Bewegung, Mut und neuem Aufbruch. „Der Geist des Herrn durchweht die Welt, gewaltig und unbändig“, heißt es da oder „Komm, du Geist, belebe uns!“
In diesem Jahr fällt mir vor allem das Wort „Trost“ auf. „Komm, Tröster, der die Herzen lenkt!“ – diese Bitte passt zu meiner Stimmung in diesen Tagen. Mehr noch: „Komm, o Tröster, Heilger Geist, Licht, das uns den Tag verheißt, komm und lindre unsre Last, komm, gib in der Mühsal Rast!“ (Gotteslob Nr. 349)

Ja, ich wünsche mir, getröstet zu werden, weil überall so viele Lasten zu tragen sind. Es bedrückt mich, wenn mir fremde Menschen auf die Nerven gehen, weil sie mir im Supermarkt zu nahe kommen. Es macht mich traurig, dass unser Zusammenleben so anstrengend geworden ist. Wie traurig müssen erst die Menschen sein, die krank sind, schwach, voller Angst um einen nahen Angehörigen oder in Sorge um ihre Arbeit und ihr Auskommen.

„Tröster“ und „Beistand“ sind die Worte, mit denen Jesus im Johannesevangelium von der Kraft, von der Liebe spricht, die er senden wird, damit wir Menschen uns auf dieser Welt nicht von Gott verlassen fühlen. Trösten und beistehen sind Begabungen, die meistens von Frauen erwartet werden. Ist der Heilige Geist also die weibliche Seite Gottes? So ist es schon oft gesehen und gesagt worden.

Ich will an diesem Pfingstfest mein Herz weit auftun und es mir füllen lassen mit Trost. So erfahre ich Gott in dieser oft bedrückenden Corona-Zeit als Geistkraft, die mir schenkt, was ich gerade brauche, um das Leben zu bestehen.

Birgitt Pfaller

Bild: pixabay