KDFB

Delegiertenversammlung der Landfrauenvereinigung

(li.) Rita Schmaderer und Beate Eichinger

Mit der Ökoenzyklika zum umweltbewussten Lebensstil

Fast 70 Frauen strömten in das Alumneum am Ölberg in Regensburg zur alljährlichen Delegiertentagung der Landfrauenvereinigung im Katholischen Deutschen Frauenbund. Zuvor fand in der Kirche St. Emmeram ein Gottesdienst mit Landvolkpfarrer Udo Klösel statt. Diözesanvorsitzende Rita Schmaderer begrüßte die Teilnehmerinnen und führte durch das Programm mit Vorstellung des Jahresberichts, des neuen Bildungsprogramms und weiteren Informationen. Das Grußwort des KDFBDiözesanverbandes überbrachte stellvertretende Diözesanvorsitzende Luise Fischer. Sie lud die anwesenden Frauen zu den Jubiläumsveranstaltungen des Diözesanverbands in 2020 ein. Als Vertreterin des Verbraucherservices war Maria Münz, stellvertretende Diözesanvorsitzende, anwesend und informierte über das Programm der Beratungsstelle. Kreis- und Bezirksbäuerin Rita Blümel lobte die Landfrauen für ihr vielfältiges Engagement in der Gesellschaft. Pfarrer Klösel wies auf das kostenlose Beratungsangebot der Katholischen Landvolkbewegung für bäuerliche Familien hin.

Für den Bildungsteil konnte Dipl. Theologin Beate Eichinger gewonnen werden, die auch die Leitung der Fachstelle für Umwelt und ökosoziale Gerechtigkeit im Bistum Regensburg inne hat. Sie stellte die Enzyklika "Laudato SÍ`- Mit der Ökoenzyklika zum umweltbewussten Lebensstil" von Papst Franziskus vor. Im Zentrum stehen dabei die Zerstörung der Erde, die soziale Ungerechtigkeit, die Beziehung zu den Armen und die Kritik an einem verlogenen Wirtschaftssystem, dass auf der unbegrenzten Verfügbarkeit von Rohstoffen basiert. "Papst Franziskus bleibt dabei nicht bei der Kritik stehen, sondern ermutigt die Menschen und macht konkrete Handlungsvorschläge", so Beate Eichinger. In diesem Schreiben geht es nicht nur um Umweltschutz, sondern um eine ganzheitliche Ökologie, in der soziale Aspekte eine wichtige Rolle spielen. Der Papst hat u.a. Leitlinien zum Gemeinwohl, zur Kulturökologie, Entschleunigung und Achtsamkeit formuliert. Die Referentin betonte, dass die Enzyklika für alle Menschen weltweit geschrieben wurde und Papst Franziskus die gesamte Menschheit zum Dialog einlädt. Er fordert dazu auf, die Natur zu schonen, die Rechte der Armen zu verteidigen, einen nachhaltigeren Lebensstil zu führen und das Gemeinwohl zu fördern.

Bericht/Foto: Gisela Niklas-Eiband