KDFB
26.03.2018

Frauenbund bewegt vieles

Die bewährte Führungsriege geht auch in die nächsten vier Jahre: (v. li.) Monika Schmidpeter Josefa Bauer, Karin Schlecht, Luitgard Hartl, Luise Fischer, Birgit Kainz und Pater Dr. Jakob Seitz

Dr. Maria Flachsbarth, KDFB-Bundespräsidentin und Bundestagsabgeordnete sprach zum Thema „Gemeinsam statt einsam“.

Domkapitular Thomas Pinzer und Dr. Elfriede Schießleder (li.), die Landesvorsitzende des KDFB, dankten in ihren Grußworten für das Engagement auf allen Ebenen, im Bild: Karin Schlecht und Dr. Maria Flachsbarth (re.)

Aus dem Diözesanausschuss verabschiedet wurden Maria Bock (2. v. li.), Lydia Rausch und Monika Huber.

Stellvertretend für die Zweigvereine Oberpfraundorf, Burglengenfeld und Haselbach nahmen die KDFB-Führungskräfte die Geldpreise entgegen, die im Rahmen der Mitgliederwerbeaktion verlost wurden.

Der Katholische Deutsche Frauenbund Diözesanverband Regensburg (KDFB) geht mit bewährter Führungsriege in die kommenden vier Jahre: Mit überwältigender Mehrheit bestätigten die rund 330 Delegierten den Vorstand rund um die Vorsitzende Karin Schlecht im Amt. Bei der Jahrestagung im Regensburger Kolpinghaus am 24. März 2018 wurden Josefa Bauer (Protokollführung), Luise Fischer, Luitgard Hartl, Birgit Kainz und Monika Schmidpeter (Finanzen) als stellvertretende Diözesanvorsitzende wiedergewählt.

Rückblick auf Projekte
Beim Jahresbericht blickte die Diözesanvorsitzende Karin Schlecht auf eine Reihe erfolgreicher Aktionen und Projekte zurück, wie die Patengroßeltern für die Kinder von Studierenden, der KDFB Kaffee, die Solibrot-Aktion, die Eltern-Kind-Gruppen, das Buchprojekt „Schatzbüchlein der Spiele“ zugunsten des Solidaritätsfonds „Frauen helfen Frauen in Not“.

Gemeinsam statt einsam
Dr. Maria Flachsbarth, KDFB-Präsidentin und Bundestagsabgeordnete, stellte in ihrem Vortrag „Gemeinsam statt einsam“ heraus, dass der Frauenbund als starker Verband mit über 180.000 Mitgliedern Gesellschaft, Politik und Kirche mitgestalte.

Der Frauenbund wehre sich weiterhin gegen die Ungleichbehandlung, die mit dem Grundgesetz nicht in Einklang zu bringen sei. „Warum sollen Frauen weniger verdienen, obwohl sie bestens ausgebildet sind und über vielfältige Kompetenzen verfügen? Nur weil sie Frauen sind?“, fragte Dr. Maria Flachsbarth. Frauen seien nicht weniger wertvoll als Männer. Sie haben die gleiche Würde, sie leisteten die gleiche Arbeit, sie übernähmen meistens größere Anteile und Zuständigkeiten in der Sorgearbeit, sei es in der Kindererziehung oder der Pflege von Angehörigen. „Die Arbeit von Frauen muss den selben Wert haben wie die Arbeit von Männern“, bekräftigte die KDFB-Bundesvorsitzende. Das sei besonders mit Blick auf die Alterssicherung von Frauen wichtig. Dr. Maria Flachsbarth griff auch das Thema Frauen und Kirche auf. Viele Frauen hätten der Kirche bereits den Rücken gekehrt. Zu groß seien die Verletzungen, Enttäuschungen und die erfahrene, mangelnde Wertschätzung oder auch die Unbeweglichkeit in Strukturen oder in der Ämterfrage, die Frauen dazu gebracht hätten, endgültig „Tschüss“ zu sagen. Der KDFB nehme diese Signale wahr und ernst, bringe diese sachlich gegenüber Bischöfen zur Sprache und konfrontiere sie mit neuen Wegen und Änderungsbedarfen, die die Situation von Frauen in der Kirche und der Kirche insgesamt betreffen, so die Bundesvorsitzende des KDFB. „Gemeinsam statt einsam ist Veränderung möglich, wir möchten als Frauenverband etwas bewegen.“ Frauen seien in vielen Gemeinden das Gesicht der Kirche. Sie nähmen gerne und selbstlos ehrenamtliche Aufgaben wahr, schenken Zeit, ihre Kompetenzen und wirken seelsorgerlich-diakonisch, ohne geweiht und beauftragt zu sein. „Frauen sind keine Lückenfüllerinnen, kein Mangelausgleich und erst recht keine Notlösung.“, konstatierte Dr. Maria Flachsbarth. Dies gelte auch für Frauen, die in der Kirche Leitungsaufgaben übernehmen möchten, weil sie über entsprechende Kompetenzen verfügen.

Dank
Domkapitular Thomas Pinzer und Dr. Elfriede Schießleder, die Landesvorsitzende des KDFB, dankten in ihren Grußworten für das Engagement auf allen Ebenen. Karin Schlecht bekam von Dr. Maria Flachsbarth die Goldene Ehrennadel des Frauenbundes überreicht.

Neue Aktion
Stifte recyceln und zugleich 200 syrischen Mädchen in einem Flüchtlingscamp im Libanon Schulunterricht ermöglichen: Das ist die Zielsetzung des Projekts „Stifte machen Mädchen stark“, das der Weltgebetstag der Frauen ins Leben gerufen hat und das der Frauenbund tatkräftig unterstützen möchte.

„Mädchen und Frauen liegen uns natürlich besonders am Herzen. Die Idee, mit dem Recycling von leergeschriebenen oder kaputten Stiften gleich mehrfach etwas Gutes zu tun, finden wir toll“, so die Bildungsreferentin Birgitt Pfaller. Der KDFB engagiert sich deshalb als Sammelstelle. Das heißt: Wer Stifte aussortiert hat, kann sie einfach sammeln. Kugelschreiber, Gelroller, Marker, Filzstifte, Druckbleistifte, Korrekturmittel, Füllfederhalter und Patronen oder auch Metallstifte – mit diesen Schreibgeräten kann man sich an der Aktion beteiligen. Nicht erlaubt sind Bleistifte und Buntstifte. Pro gesammeltem Stift erhält der „Weltgebetstag“ einen Cent als Spende. Für 450 Stifte kann beispielsweise ein Mädchen mit Schulmaterial ausgestattet werden. Die Aktion läuft bis Ende 2018. Weitere Infos zur Aktion sind eingestellt unter www.weltgebetstag.de/aktionen/stifteaktion.

Gottesdienst in Niedermünster
Weihbischof Reinhard Pappenberger feierte mit der großen Frauenbund-Gemeinschaft vor der Tagung einen Gottesdienst in der Kirche Niedermünster. Musikalisch umrahmt hat die Gruppe „Querbeet“ aus Regensburg die Feier.

Hier kommen Sie zum Jahresbericht 2017.

Bericht: Karin Uschold-Müller, Bildungsreferentin

Fotos: Gundl Baumgartner