KDFB

Eine Chance für die ganze Kirche - Der KDFB zum Start der Synodalversammlung

Frauen des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. (KDFB) sind Mitglieder der Synodalversammlung, die am 30.01.2020 in Frankfurt beginnt. „Wir sehen im Synodalen Weg eine große Chance für die ganze Kirche. Dringend notwendige Reformentscheidungen und Themen, die für die Zukunft der Kirche von Bedeutung sind, werden – im Wortsinn – auf den Weg gebracht. Der KDFB gestaltet diesen Prozess der Erneuerung inhaltlich und personell verantwortlich mit. Wir engagieren uns für eine Kirche, in der das gleichberechtigte Miteinander von Frauen und Männern selbstverständlich sein muss“, stellt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth fest.

Der KDFB erhofft sich für die Beratungen der zentralen Themen theologisch redliche Argumentationen, eine offene, angstfreie Gesprächskultur ohne Denk- und Redeverbote sowie einen partizipativen Ansatz, der über geeignete Konsultationsverfahren die Gläubigen in Deutschland einbezieht. KDFB-Vizepräsidentin Birgit Mock  war bisher Vorsitzende des vorbereitdenden Forums „Leben in gelingenden Beziehungen - Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ und arbeitete dazu mit dem Limburger Bischof Georg Bätzing quasi als "Doppelspitze" zusammen.

„Der Synodale Weg soll nicht freischwebend, sondern geerdet sein. Er braucht den Bezug zur Basis, denn es geht um das Volk Gottes, das gemeinsam unterwegs ist und Kirche als Heimat im Glauben begreift. Alle müssen sich fragen, wie sie die Botschaft Jesu Christi im Heute und Morgen glaubwürdig verkünden und leben wollen und welche Entscheidungen dafür notwendig sind“, so Flachsbarth. Der KDFB sieht im Synodalen Weg die Chance für eine Evangelisation, die die Menschen und die Zeichen der Zeit ernstnimmt.

Laut KDFB sollen am Ende des Prozesses verbindliche Vereinbarungen sichtbarer und konkret erfahrbarer Zwischenschritte stehen. Dies könnte zum Beispiel die Ermöglichung von Predigten durch Frauen in der Eucharistiefeier sein oder Schritte zu einer sakramentalen Diakoninnenweihe, die längst in allen Regionen der Weltkirche gefordert wird. Langfristig sieht der KDFB eine glaubwürdige Kirche auf dem biblischen Fundament der Gott-Ebenbildlichkeit von Mann und Frau dann verwirklicht, wenn allen Getauften und Gefirmten der Weg zu den Ämtern und Diensten in der Kirche grundsätzlich offensteht.

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit