KDFB

KDFB-Delegiertenversammlung 2019 - „Nur wer bewegt ist, kann andere bewegen!“

Nicola Fritze brachte mit ihrem Vortrag die über 370 Frauen zum Machen und Lachen.
Die Frauen tanzten zum Kampagnen-Song im Kolpinghaus gemäß dem Motto auf den grünen Schärpen „Frauen können alles! bewegen!“
(v. li). Rose Schmid, KDFB-Vizepräsidentin, Domkapitular Thomas Pinzer, Nicola Fritze, Autorin und Organisationspsychologin, Karin Schlecht, KDFB-Diözesanvorsitzende und Pater Dr. Jakob Seitz, Geistlicher Diözesanbeirat, freuen sich über die gelungene Delegiertentagung.

Regensburg, 25. März 2019 – Wenn der Katholische Deutsche Frauenbund Diözesanverband Regensburg (KDFB) zu seiner Delegiertentagung einlädt, dann wird schnell klar: Die Frauen hier wollen etwas bewegen. Weit über 370 Frauen aus den 454 Ortsgruppen waren dieses Mal im Regensburger Kolpinghaus mit dabei und haben sich mit Themen wie Motivation, der Kampagne „bewegen!“ und dem Rückblick auf das Verbandsjahr beschäftigt.

Nicola Fritze, die renommierte Autorin und Organisationspsychologin, begeisterte am Vormittag mit einem mitreißenden interaktiven Vortrag. Sie sprach zum Thema „Motivier dich selbst – sonst macht’s ja keiner!“. Sie schaffte es sofort, die Frauen zu begeistern, indem sie fragte, wer Lust auf eine Mutprobe hätte. Mut sei wichtig, Menschen bräuchten Mut, etwas zu tun, das anders sei.
„Drehen Sie an drei Rädern. Lenken Sie bewusst Ihre Wahrnehmung, Ihre Gedanken und Ihr Verhalten“, bestärkte Nicola Fritze die Frauen. Alle drei Räder beeinflussten sich gegenseitig. Es sei egal, wo man anfange, Hauptsache man fange an. Die bekannte Rednerin riet: „Denken Sie sich raus aus den Routinen!“. Ein Satz, der die Frauen besonders beeindruckte war: „Glauben Sie nicht alles, was Sie denken. Aber glauben Sie immer an sich selbst.“ Sie gab zudem den Rat: „ABERn Sie nicht rum, wenn Sie Kreativität und Motivation fördern wollen.“ Man solle immer bewusst den Fortschritt und den Erfolg wahrnehmen – auch wenn er noch so klein sei. Die Autorin gab auch noch die Anregung, bewusst auf die Sprache zu achten.
Denn Sprache rege Assoziationen an, die das Verhalten bestimmten. Menschen hörten so oft, was sie hören wollen. Wer ein wofür hat und ein wie, fällt hin und steht wieder auf nach dem Motto: „Scheiter heiter! Und dann weiter!“ Sie zeigte im Selbstversuch auf, wie man seinen Fokus wählen könne.
Menschen nehmen nicht wahr, was in der Welt ist, sondern das, was gerade in ihrem Kopf ist. Es sei nützlich, sich seine Filter immer wieder bewusst zu machen und gegebenenfalls zu verändern, um neue Sichtweisen zu gewinnen. „Und je mehr Menschen mit bestimmten Vorstellungen beschäftigt sind, desto weniger sehen sie, was tatsächlich los ist“, stellte die Autorin fest.

Kampagne „bewegen!“ mit eigenem Song
Rose Schmidt, die KDFB-Vizepräsidentin, stellte die Kampagne „bewegen!“ vor. Der Leitgedanke der Kampagne lautet „Nur wer bewegt ist, kann andere bewegen“. Bundesweit startete die Kampagne am 8. März, am Internationalen Frauentag. Über 250 Frauen aus dem Diözesanverband Regensburg waren bei der Auftaktveranstaltung am Münchner Marienplatz dabei. Die Kampagne möchte Frauen bewegen für ein solidarisches, freundschaftliches und tragfähiges Miteinander. In den kommenden zwei Jahren werden fünf Themenfelder beleuchtet: Frauensolidarität, Lohngerechtigkeit, Glaube, Verantwortung und Weihe. Rose Schmid forderte die Frauen auf, sich mit viel Schwung an der Kampagne zu beteiligen. Umgesetzt wurde dies gleich mit dem eigens für die Kampagne geschriebenen Song „Woman power“. Der Song hielt die Teilnehmerinnen nicht mehr auf den Stühlen und so tanzten alle ausgelassen mit.

Rückblick
Karin Schlecht, die KDFB-Diözesanvorsitzende, hielt Rückschau auf das letzte Verbandsjahr. Sie hob heraus, dass die Schwerpunkte Gemeinschaft, Engagement, Bildung und Spiritualität das Jahr geprägt hätten. Als Projekte nannte sie die Solibrot-Aktion, den Solidaritätsfonds „Frauen helfen Frauen in Not“, die Aktion „Stifte machen Mädchen stark!“ oder das KDFB Kaffee-Projekt. Auch die Bildungsangebote, wie Seminare, Workshops und Vorträge für Frauen, wurden vorgestellt. Insgesamt wurden 225 Bildungsveranstaltungen mit 5.696 Teilnehmenden durchgeführt.

Ausblick
Die kommende Europawahl am 26. Mai will der KDFB nutzen, seine Forderungen nach Gleichheit, Gerechtigkeit und einem solidarischen Miteinander öffentlich zu machen. Der Verband habe daher ganz selbstbewusst Europa zur Frauensache erklärt, so Karin Schlecht. Eine Politparty zum Thema „Europa auf großer Fahrt – Wahl zwischen Titanic oder Traumschiff?“ findet am 03. April um 18.00 Uhr auf dem Schiff „MS Kelheim“ an der Schiffsanlegestelle der Donau in Kelheim statt.

Zahlen und Fakten
Der Katholische Deutsche Frauenbund ist mit rund 60.000 Mitgliedern der größte Frauenverband im Bistum. Es gibt insgesamt 454 Ortsgruppen und 178 Eltern-Kind-Gruppen im Diözesanverband Regensburg. Über 2.500 Ehrenamtliche sind in den 454 Ortsgruppen verantwortlich tätig.

Dank
Domkapitular Thomas Pinzer und Eva Gottstein, die stellvertretende Landesvorsitzende des KDFB, dankten in ihren Grußworten für das Engagement auf allen Ebenen.

Gottesdienst in Niedermünster
Pater Dr. Jakob Seitz feierte mit der großen Frauenbund-Gemeinschaft vor der Tagung einen Gottesdienst in der Kirche Niedermünster. Die Kollekte von 953,00  € geht an den Fonds „Frauen helfen Frauen in Not“.

 

Hier kommen Sie zum Jahresbericht 2018.

 

Text: Karin Uschold-Müller
Fotos: KDFB