KDFB
05.12.2017

„Maja-Tag“ ist einmal die Woche

Die langjährige Patenoma Anne Schmid (m.) mit den Projektverantwortlichen Martha Hopper vom Familien-Service der Universität Regensburg (li.) und Karin Schlecht, KDFB Diözesanvorsitzende, am Campus der Universität

Regensburg, 05.12.2017 – Beim Treffen mit den Paten-Großeltern Ende November kann man ins Schwärmen kommen: Seniorinnen und Senioren, die sichtlich glücklich wirken, lassen Interessierte und Projektverantwortliche an ihren durchweg schönen Erlebnissen mit den Patenkindern teilhaben.

Es ist schon ein besonderes Projekt, das der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und der Familienservice der Universität Regensburg da auf die Beine gestellt haben. „Paten-Großeltern für die Kinder von Studierenden“, dahinter verbirgt sich ein Projekt, bei dem drei Generationen zusammengebracht werden und voneinander profitieren – Paten-Großeltern, Studierende und die Kinder. Es ist eine absolute win-win-Situation.

Einige der Paten-Großeltern sind schon viele Jahre dabei, wie etwa Christa Rappl, die mittlerweile schon das dritte Patenkind betreut. Während sie vom zweijährigen Friedrich erzählt, strahlt sie über das ganze Gesicht: „Mit Friedrich und mir funktioniert es wunderbar. Mir macht es viel Spaß.“ Auch Anne Schmid erlebt mit Maja, ihrem Patenkind, bereichernde Stunden. Die Siebenjährige ist ein aufgewecktes, umtriebiges Mädchen. Sie lesen, malen, essen zusammen und spielen Tri-Domino. In der Regel treffen sich die Paten-Großeltern einmal die Woche für etwa 3-4 Stunden an einem festen Wochentag, meist nachmittags mit dem ihnen anvertrauten Kind. Die Betreuung ist eine ehrenamtliche Tätigkeit, die Paten-Großeltern sind über den Katholischen Deutschen Frauenbund unfallversichert. Die Paten-Großeltern und Studierenden benötigen nur eine private Haftpflichtversicherung.

Zwei Interessentinnen für das Projekt fühlten sich von der Ankündigung in der Tageszeitung angesprochen und kamen ebenfalls zu dem Erfahrungsaustausch. Fragen wie: Wie passen die Erziehungseinstellungen zusammen? Welche Räumlichkeiten stehen zur Verfügung? Welches Alter haben die Kinder?, wurden von Martha Hopper beantwortet. Die Sozialpädagogin ist für die Vermittlung und Begleitung der Patenschaften zuständig. Behutsam bringt sie die passenden Studierenden mit Kind mit den Paten-Großeltern zusammen. Eine Patenoma betont: „Das Projekt ist so sachte, das ist so toll.“

Die Diözesanvorsitzende des Frauenbundes Karin Schlecht bedankt sich bei den Paten-Großeltern für die tolle und verantwortungsvolle ehrenamtliche Tätigkeit. Paten-Großeltern brauchen etwas freie Zeit, Freude am Zusammensein mit Kindern, Toleranz und Mut. „Es ist nach wie vor eine der besten Unterstützungen für Studierende mit Kind“, stellen Karin Schlecht und Martha Hopper übereinstimmend fest.

Die Paten-Großeltern betreuen ehrenamtlich Kinder von Studierenden für einige Stunden, damit die Eltern Vorlesungen besuchen oder für Prüfungen lernen können. Im Gegenzug revanchieren sich die studierenden Eltern, indem sie die Paten-Großeltern bei Bedarf unterstützen, z. B. bei der Gartenarbeit oder im Umgang mit technischen Geräten. Die ehrenamtlichen Großeltern machen alles, was normale Großeltern auch tun. Als dauerhafte Tagesbetreuung oder kostenlose Babysitter sind die Patenomas oder Patenopas nicht einzusetzen. Sie sind eine hilfreiche Ergänzung zur Tagesmutter oder Kinderkrippe bzw. Kindergarten.

Übrigens: Im nächsten Jahr feiert das generationenübergreifende Projekt sein 10-jähriges Bestehen und ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Informationen zu diesem Projekt und die Kontaktdaten finden Interessierte unter www.frauenbund-regensburg.de/projekte-und-themen/paten-grosseltern/ oder unter www.ur.de/familie oder Tel. 0941 943-2323.

 

 Bericht und Foto: Karin Uschold-Müller